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Die "Trinität" des Orientalischen Tanzes:
1. Körper- / Bewegungstraining
2. Wellness für Geist und Seele
3. Kunst
 
Mehr Infos & Hintergründe:
Der Orientalische Tanz trainiert auf sanfte und wohltuende Weise den gesamten Körper. Er ist ein wirksames Fitnesstraining für Frauen (und Männer) aller Altersgruppen.

Die Bewegungen des Orientalischen Tanzes stellen einen hervorragenden Ausgleich zu den häufig einseitig belastenden Bewegungsformen des Alltags dar. Kaum genutzte Muskeln werden mobilisiert und die eigene Körperwahrnehmung wird aktiviert.

Die Ausübung des Orientalischen Tanzes dient zudem unserer inneren Balance. Er steigert unsere Lebensfreude und schenkt uns Zufriedenheit mit uns selbst.

Er bereichert unseren Geist ebenso wie unseren Körper und neben der Verbesserung der körperlichen Fitness dient er als wohltuendes Wellnesstraining.
 
Der Orientalische Tanz lebt obendrein von seinen vielfältigen künstlerischen Ausdrucksformen. Er entwickelt sich aus Kreativität, Interpretation und Inspiration. Er hat sich als bedeutsame darstellende Kunstform etabliert, die mitreißt und begeistert.
 
Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von
der Schwere der Dinge, bindet den Vereinzelten zu Gemeinschaft.
Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert, Gesundheit und klaren
Geist und eine beschwingte Seele. O Mensch lerne tanzen, sonst
wissen die Engel im Himmel mit dir nichts anzufangen.
-- Aurelius Augustinus (354-430), Bischof u. Kirchenlehrer
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„Bauchtanz“, „Orientalischer Tanz“, „Orientalischer Bauchtanz“, „Klassischer Bauchtanz“ oder auch „Klassisch Orientalischer Bauchtanz“ sind Begriffe, die sich alle auf dieselbe tänzerische Kunstform beziehen. „Der klassisch richtige Ausdruck ist im Arabischen "raqs scharqi" - Orientalischer Tanz, er repräsentiert die Fachsprache, während das Wort Bauchtanz für die gängigere Umgangssprache steht.“ (KARKUTLI 1989, S. 13)
 
Das deutsche Wort Bauchtanz entspricht der Übersetzung aus dem Amerikanischen "belly dance". Manche Tanzlehrer(innen), wie Salome aus Berlin, vertreten die These, der Begriff "belly dance" sei durch einen Übersetzungsfehler zustande gekommen. Denn im Ägyptischen heißt der Tanz des Volkes "raqs baladi" oder einfach "baladi", woraus die amerikanischen „Touristen“ im 19. Jahrhundert "belly" gemacht haben sollen (Vgl. ASKARI 1993, S. 77f).
 
KARKUTLI vertritt ebenfalls die Meinung, dass sich der Begriff Bauchtanz vom Englischen "belly dance" herleiten lässt, jedoch deutet sie den Ursprung anders. Hierzu schreibt sie: „Dieser Begriff ist in der westlichen Welt seit der Weltausstellung in Chicago 1893 bekannt, als dort die ersten ägyptischen Tänzerinnen auftraten, die nicht nur ihre Beine, sondern auch ihren bedeckten Bauch bewegten“ (KARKUTLI 1989, S. 13). Da in der westlichen Welt beim Tanz vorrangig die Beine bewegt werden, erscheint es somit nicht verwunderlich, dass die amerikanischen und europäischen Betrachter diesen für sie fremdartigen, wenig raumeinnehmenden, auf den Körper, speziell die Körpermitte zentrierten Tanzstil als Bauchtanz bezeichneten.
 
Den Bauchtanz auf die Körpermitte zu begrenzen wäre dennoch zu wenig. Vielmehr handelt es sich um einen ganzheitlichen Tanz, der alle Körperbereiche erfasst, „von den Fußsohlen bis zu den Haarspitzen“ (PÜTZ et al. 2003, S. 10). Nicht zuletzt scheint es daher treffender, von Orientalischem Tanz zu sprechen. Doch auch dieser Begriff ist nicht unproblematisch. Denn mit dem arabischen Ausdruck raqs scharqi meinen die Ägypter „den Bauchtanz, der in Nachtclubs, Varietes und auf Hochzeiten gezeigt wird“ (ASKARI 1993, S. 77). Der raqs scharqi der Ägypter meint jedoch in Deutschland Bauchtanz im Allgemeinen. Die „Bauchtanzfrauen“ in Deutschland verstehen unter dem Begriff Orientalischer Tanz alle Tänze des arabischen bzw. islamischen Raumes.
 
Auf Grund des ganzheitlichen Charakters dieser Tanzform verwende ich den Begriff Orientalischer Tanz. Auf die Bezeichnung „klassisch“ verzichte ich, da meiner Ansicht nach diese tänzerische Ausdrucksform im Laufe ihrer Geschichte von ihrem Ursprung bis zur Jetztzeit so vielen Wandlungen und Erweiterungen unterworfen ist, dass dem Zusatz „klassisch“ kaum praktische Relevanz zukommt. Für mich und meine tänzerische Ausdrucksform setze ich noch das Wort „modern“ hinzu. Denn genau das ist es, was ich verkörpere und weitergebe: Moderner Orientalischer Tanz.
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